Eine grüne Formel 1: Vision oder Greenwashing?

Formel 1 im KlimawandelFormel 1 im Klimawandel

Die Formel 1 hat ehrgeizige Pläne: Bis zum Jahr 2030 möchte sie klimaneutral werden. Vision oder Greenwashing? Kontroverse Meinungen entstehen zu nahezu jedem Thema, insbesondere bei Veränderungen. Die Formel 1 stellt sich ihren Kritikern und hält Kurs.

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Ist das überhaupt möglich?

Man kann den Plänen der Formel 1 nur applaudieren.

Doch während die F1-Führung und ihre Befürworter dies als notwendigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit sehen, bezeichnen Kritiker und Umweltorganisationen wie Greenpeace die Bemühungen als "Greenwashing" und werfen der Rennserie vor, lediglich einen umweltfreundlichen Anstrich zu verpassen, ohne grundlegende Veränderungen vorzunehmen.

Um das Problem zu lösen, ist es wichtig zu verstehen, wo der ökologische Fußabdruck der Formel 1 entsteht.

Die naheliegende Vermutung, dass die Rennwagen das größte Problem seien, ist tatsächlich irreführend. Nur 7 % des CO₂-Ausstoßes entfallen auf die Rennwagen selbst, 7,3 % auf den Eventbetrieb, 45 % auf die Logistik, 19,3 % auf Werkstätten und Fabriken und 27,7 % auf Reisen.

"Unsere Nachhaltigkeitsstrategie hat drei Hauptpfeiler. Der erste besteht darin, bis 2030 eine Netto-Null-Kohlenstoffbilanz zu erreichen. Der zweite zielt darauf ab, nachhaltigere Veranstaltungen auszurichten. Und der dritte zielt darauf ab, sicherzustellen, dass unser Sport vielfältiger und inklusiver wird" - Ellen Jones, Leiterin für Umwelt-, Sozial- und Governance-Fragen bei der Formel 1

 

Auf der Rennstrecke

Von revolutionärer Aerodynamik bis zu fortschrittlichen Bremskonstruktionen – die Entwicklungen der F1-Teams wirken sich heutzutage positiv auf unzählige Fahrzeuge auf unseren Straßen aus. Wenigen ist bewusst, dass der gegenwärtige Hybridantrieb nicht nur der effizienteste weltweit ist, sondern auch mehr Leistung bei geringerem Kraftstoffverbrauch bietet, wodurch weniger CO₂ ausgestoßen wird als bei jedem anderen herkömmlichen Auto.

Die Formel 1 strebt an, an der Spitze des Automobilsektors zu stehen, indem sie die leistungsstärksten und effizientesten Rennwagen der Welt anbietet, und hat vor bis 2026 nur noch mit synthetischem CO₂-neutralem Treibstoff auf die Rennstrecke zu gehen.

 

Unterwegs

Eine der wichtigsten Veränderungen muss unterwegs geschehen.

Zusätzlich zu den offensichtlichen Maßnahmen wie der Verwendung nachhaltiger Kraftstoffe im Straßen- und Luftverkehr sowie dem Einsatz von Hybrid- und Elektromotoren, wo immer möglich, muss vor allem die organisatorische Ebene in Betracht gezogen werden.

Momentan bietet der Formel 1-Kalender viel Abwechslung und Spannung. Leider eher unstrukturiert, so fliegen die Fahrer, Teams, Fans und das tonnenschwere Equipment kreuz und quer um den Planeten von einem Rennen zum nächsten. Es muss also ein regionalisierter Kalender her, um zu vermeiden, dass man alle zwei Wochen Kontinentenhopping veranstaltet.

Formel 1 2030 KlimaneutralFormel 1 2030 Klimaneutral

 

In der Werkstatt

Um ihre Einrichtungen und Fabriken nachhaltiger zu gestalten, setzt die Formel 1 auf den Übergang zu 100 % erneuerbarer Energie und den Einsatz von Netto-Null-Kohlenstofftechnologien für Heizung, Lüftung und Klimatisierung aber auch Maschinen und Werkzeuge.

Das Ziel ist es, sämtliche Werkstätten, Fabriken und Veranstaltungsorte vollständig mit erneuerbarer Energie zu betreiben.

 

Was sagen die Fahrer?

Die Ansichten der Formel 1-Stars über die Pläne zur Nachhaltigkeit sind geteilt. Während einige die Bemühungen unterstützen, sind andere skeptischer und möchten weiterhin konventionelle Treibstoffe verwenden.

Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel betont die Notwendigkeit von Veränderungen und engagiert sich auch nach seinem Rückzug aktiv für eine umweltfreundlichere Formel 1. Er setzt auf Maßnahmen wie eine stärkere Regionalisierung des Rennkalenders.

Ihm war nie klar, warum es nicht möglich sein sollte, die Rennen nach Standort zu planen, um das ständige Pendeln zwischen zwei oder drei Kontinenten in einer Saison zu vermeiden. Diese Pendelei belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Fahrer und ihre Teams, da sie viel Energie und Lebensqualität kostet.

Sein Ziel ist klar formuliert: "Damit wir eines Tages sagen können: Schaut her, wir haben genauso viel Spaß wie zuvor, alles ist gleich oder sogar besser, nur mit dem Unterschied, dass wir keine Umweltverschmutzung mehr verursachen. Wir tun Gutes und zeigen der Welt einen besseren Weg."

 

Fazit

Die Pläne der Formel 1, bis 2030 klimaneutral zu werden, sind ehrgeizig und stoßen auf gemischte Reaktionen. Während die Umstellung auf nachhaltige Technologien und Praktiken Herausforderungen mit sich bringt, weist die Formel 1 realistische Pläne vor, die den Wandel ermöglichen sollten. Mit positiver Erwartung und großer Spannung richten wir unseren Blick auf die kommenden 7 Jahre der Entwicklung in der Formel 1.